Damen: ….auf den Punkt in Menden eine Topleistung abgerufen

////Damen: ….auf den Punkt in Menden eine Topleistung abgerufen

Damen: ….auf den Punkt in Menden eine Topleistung abgerufen

Finalspiel 1 in Menden 4:5 gewonnen

Am gestrigen Samstag hat die Finalserie gegen die Menden Mambas um 20:00 Uhr im Zöpidrom begonnen.
Coach Wilbert konnte jedoch auch in diesem ersten Finalspiel nicht auf seinen kompletten Spielkader zurückgreifen.
Elena Unterlöhner unterstützt ihre Mannschaft aufgrund ihrer Schwangerschaft ganz nah an der Bande, Nadine Joisten, die wegen ihrer Schulter-OP in den zurückliegenden Monaten ebenfalls dort agierte, konnte passend zur Finalserie beim gestrigen Spiel endlich wieder für ihr Team auflaufen.

Im Kader fehlten:
Andrea Lanzl, Vena-Marie Kanters, Kira Kanders (Eishockey), Nina Heuser und Jule Klement.

Für Düsseldorf spielten gestern:
Im Tor Caro Walz,
in der Offensive: Jana und Mia Bagusat, Nadine Joisten, Janine Wilbert,
in der Defensive: Kira Riepe und Lina Meder, sowie Maren Krämer und Susanne Schwedt,
dazu als Back-Up-Spielerinnen Nina Hellmann und Laura Hayen.

Coach Wilbert hatte sein Team früh nach Menden beordert, um sich mit seiner Mannschaft in aller Ruhe auf die erste Finalpartie vorbereiten zu können. Die Mannschaft nahm sich viel Zeit für die Vorbereitung, Coach Wilbert besprach nochmals alle taktischen Vorgaben im Detail.

Die Halle in Menden war bis auf den letzten Platz gefüllt und die so zahlreich angereisten Zuschauer boten einen wunderbaren Rahmen für die gestrige Topbegegnung.

Die Partie begann erwartungsgemäß mit hohem Tempo, Menden spielte mit 13 Feldspielerinnen und zwei Goalies auf, und beide Teams waren gleich zu Beginn der Partie bestrebt, ein erstes Zeichen zu setzen und vor allem das erste Tor in der Finalserie zu erzielen.
Die Düsseldorferinnen erwischten dabei den leicht besseren Start, hatten sie doch zu Spielbeginn einen gering höheren Ballbesitz und konnten so das Spiel zunächst in die Hälfte der Mambas verlagern.

In Spielminute 03:38 zeigten die Ramserinnen eine mustergültige Angriffskombination; ausgehend von Kira Riepe, die aus der eigenen Hälfte den Ball führte und in der Feldmitte zwei Mendener Spielerinnen umkurvte, dann passgenau auf Nadine Joisten spielte, die wiederum im Direktpass den Spielball auf die von links in den Slot einlaufende Jana Bagusat passte und Jana erzielte aus vollem Lauf unten links den Treffer zum 0:1 ! Der Jubel auf Düsseldorfer Seite groß, aber nach Wiederanpfiff der Partie zeigten beide Teams ungebremst hohes Spieltempo und so ergaben sich Torraumszenen vor beiden Goalies, Caro Walz auf Düsseldorfer Seite und Phyllis Weiß auf Mendener Seite konnten bereits im ersten Spielabschnitt mehrfach unter Beweis stellen, welch große Klasse sie besitzen !

In Spielminute 10:03 gerieten die Gäste aus Düsseldorf in Unterzahl und in Spielminute 10:32 schoss Meike Zöpnek ihre im Slot stehende Mitspielerin Inka Schlüter an der Brust an – und der Spielball prallte von der Brust direkt in den oberen rechten Torwinkel des Düsseldorfer Gehäuses !
Goalie Caro Walz hatte dabei keine Chance zur Abwehr und die Mambas bejubelten den Ausgleichstreffer mit der ganzen Halle lautstark.

Die Ramserinnen ließen sich von diesem Gegentreffer jedoch nicht aus der Ruhe bringen, im Gegenteil, die taktische Grundordnung wurde unvermindert beibehalten, mit Laufbereitschaft und Disziplin wurde der Ball immer und immer wieder erobert und das Umschaltspiel klappte in dieser Partie in Menden wieder einmal bestens.

Lina Meder, die – personalbedingt – erst in den diesjährigen Play-Offs neben Kira Riepe in der Defensive aufspielt, zeigte dabei wieder einmal eine ausgezeichnete Partie neben den etablierten und seit Jahren zusammenspielenden Defensiv-Paarungen; Lina war es dann, die sich in der 12. Minute gegen zwei angreifende Mendener Spielerinnen behaupten konnte, den Ball stoppte und sich durch die beiden Mendenerinnen durchdrückte. Jana Bagusat hatte die Situation sofort erkannt und spurtete mit Lina auf das Mendener Tor, es folgte Linas gut getimter Pass auf Jana Bagusat und diese erzielte in Spielminute 11:45 den Treffer zum 1:2.

In den restlichen Spielminuten des ersten Drittels sahen die Zuschauer eine wirklich ausgewogene Partie zweier Topteams, beide Mannschaften spielten weiter in einem extrem hohem Spieltempo, ununterbrochen ergaben sich Angriffskombinationen auf beiden Seiten und die Offensiv-, wie auch die Defensivabteilungen standen dauerhaft im Fokus des Spielverlaufs.

Bis zum Abpfiff des ersten Drittels änderte sich jedoch nichts am Spielstand, die Düsseldorferinnen gingen mit diesem dünnen Vorsprung in die erste Pause. Coach Wilbert zeigte sich mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden. Es wurden nochmals die taktischen Vorgaben besprochen und das Team schwor sich für das nächste Drittel ein.

Die Mambas – angetrieben von Meike Zöpnek – gleich nach Anpfiff bestrebt, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Druckvoll zogen sie in die Düsseldorfer Hälfte, doch alle Spielerinnen verteidigten geschickt den Raum.
So war es wieder einmal Meike Zöpnek, die mit einer sehenswerten Energieleistung den Ball aus der eigenen Spielhälfte mitnahm und ihre ganze Kraft in einen Schlagschuss aus der Feldmitte warf. Der Spielball schlug unter den sich schließenden Schienen von Goalie Caro Walz hindurch zum 2:2 Ausgleichstreffer im Düsseldorfer Gehäuse ein.
Dieser Ausgleichstreffer gab den Mambas zusätzliche Kraft, ja einen regelrechten Schub. Die Mambas hatten in den Folgeminuten des zweiten Drittels ihre beste Spielphase, kombinationsstark und mit weiterhin hohem Tempo zeigten sich vor allem Meike Zöpnek und Stephanie Hellmann. So verwundert es nicht, dass die beiden Spielerinnen das Spiel der Mambas entscheidend bestimmten.

In Spielminute 25:04 spielten Meike Zöpnek und Esther Göttker mustergültig im Doppelpasszuspiel die Düsseldorfer Verteidigung aus und Esther Göttker erzielte den vielumjubelten 3:2 Führungstreffer der Mambas.

Nach diesem Mendener Führungstreffer zeigten sich die Ramserinnen erstmals im Spiel unkonzentriert und wechselten überhastet, was die Mambas umgehend ausnutzten und in Spielminute 27:09 erfasste Inka Schlüter die sich bietende Chance am schnellsten und spitzelte den Ball auf Stephanie Hellmann, die zum 4:2 die Mendener Führung ausbauen konnte.

Coach Wilbert nahm eine Auszeit, wies seine Spielerinnen an, nicht die bis dato so mustergültig gezeigte Ordnung zu verlieren, wieder die nötige Ruhe ins Spiel zurückkehren zu lassen und die gezeigten guten und sicheren Angriffskombinationen fortzusetzen, den Ballbesitz dominant zu verteidigen und auf diese Weise den Spielverlauf wieder an sich zu reißen.

Zugleich stellte er die Reihen minimal um. Die Ansprache des Coachs und das gegenseitige Anfeuern der Spielerinnen an der Bande, auf dem Feld und auf der Bank zeigte Wirkung. Die Ramserinnen spielten wieder mit Ruhe und Disziplin auf, verteidigten mustergültig, standen sicher im Raum, liefen die Bälle den Mambas sicher ab und verschoben die Reihen blitzschnell in die Mendener Hälfte.

Der Ballbesitz verlagerte sich wieder mehr zu den Gästen und es ergaben sich erneut gute Angriffssituationen, die jedoch im weiteren Verlauf des zweiten Drittels zu keinem weiteren Torerfolg führten, es blieb bei der 4:2 Führung für Menden.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels gerieten die Ramserinnen nochmals in Unterzahl, sodass sie auch die erste Spielminute des dritten Spielabschnitts personell geschwächt aufspielen mussten.

Doch zuvor begaben sich die Spielerinnen und Coach Wilbert in die Drittelpause. Coach Wilbert erinnerte sein Team nochmals daran, weiter mit Ruhe und Besonnenheit zu spielen, die sich ergebenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen und weiter mit hoher Laufbereitschaft den Ball in den eigenen Reihen zu behaupten.

Die Unterzahl nach Wiederanpfiff überstanden die Rams mit Routine und Sicherheit; wieder komplett zeigte das Gästeteam sofort, dass die Partie noch lange nicht aufgegeben wurde. Nur 28 Sekunden nach Ablauf der Strafzeit kombinierten sich Lina Meder und Mia Bagusat durch die Mendener Reihen und Mia erzielte auf Kurzpasszuspiel von Lina den viel umjubelten Anschlusstreffer zum 4:3 !

Nun zeigten die Ramserinnen Stärke und Moral, ALLE Spielerinnen kämpften weiter um jeden Ball, das Spieltempo beider Teams weiterhin hoch. Düsseldorfs Spielerinnen sprachen sich permanent gut zu, trieben sich gegenseitig an und Coach Wilbert dirigierte von außen seine Reihen und Blöcke, zeigte auf, den Spielball weiter schnell und passgenau durch die eigenen Reihen laufen zu lassen.

Den Ramserinnen gelang es, den Ball zu dominieren und damit den Ballbesitz zu ihren Gunsten zu verlagern. Und was für die Mambas Meike Zöpnek ist, das ist eben für die Rams Jana Bagusat.
Wie Meike Zöpnek ist auch Jana immer auch für eine außergewöhnliche Energieleistung und zu einem besonderen Kraftakt fähig. In Spielminute 45:15 fing sie einen Mendener Aufbaupass ab, schaltete sofort um und schoss mit voller Energie auf das Mambas Tor; den Ball konnte Phyllis Weiß zwar mit der Fanghand kurz erfassen, aber die Wucht war derart groß, dass der rote Spielball aus der Fanghand herausgedrückt wurde und langsam – aber stetig – seinen Weg in das Mendener Tor fand.

4:4, der Ausgleich wurde auf Düsseldorfer Seite frenetisch bejubelt !

Jetzt galt es, die ganze Kraft und Konzentration noch einmal auf die letzten Spielminuten zu fokussieren und sich für die tolle Spielleistung zu belohnen.

Beide Teams spielten jetzt mit „offenem Visier“, hier standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die nun voll auf Angriff spielten, jedes Team wollte diese erste Finalpartie gewinnen, das spürte jeder in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mendener Halle.

Auf Ramser Seite zeigte sich, dass die von Coach Wilbert im Verlauf der Saison umgestellte Spielweise nicht nur Sicherheit in der Defensive gab, sondern auch leichte Vorteile im Angriff. Die Ramserinnen verschoben defensiv wie offensiv mit der gesamten Reihe, so standen sie defensiv kompakt im Raum – und hatten offensiv deutlich mehr Angriffsvarianten zur Auswahl.

Aber vor allem hatten wir im letzten Drittel wieder einmal eine Top-Torfrau im Düsseldorfer Gehäuse; Caro Walz hat mehrmals im letzten Drittel hellwach, blitzschnell und sicher den Ausgleich von 4:4 als Spielstand gesichert ! Zöpnek, Hellmann, Schlüter, alle scheiterten an Caro Walz und den gut gestaffelten Düsseldorfer Spielerinnen.

So vergingen die Spielminuten im letzten Spielabschnitt, doch Coach Wilbert und seine Spielerinnen blieben ruhig, hatten sie doch bewiesen, dass die eingeschlagene Richtung stimmte. Ein Angriff folgte dem nächsten, kontinuierlich trieben sich die Ramserinnen an, kämpften geschlossen als Team und in Spielminute 54:43 war es dann Jana Bagusat, die bei einem der vielen Düsseldorfer Angriffe aus dem Slot heraus den Ball mit Wucht im Mambas Netz versenkte.

4:5, Führung für Düsseldorf und noch 5:17 Minuten zu spielen.

Nach dem verdienten Jubel stellten sich die Düsseldorferinnen wieder konzentriert auf, jetzt galt es, abgeklärt, ruhig und besonnen den knappen Vorsprung zu verteidigen. Mit der ganzen Routine und der Erfahrung vieler Play-Off- und Meisterschaftsbegegnungen mit Topteams wie den Mambas aus den letzten Jahre wurden die nun kraftvoll vorgetragenen letzten Angriffe der Mambas abgefangen, der Spielball in den Düsseldorfer Reihen behauptet und am Ende der knappe Vorsprung verteidigt.

Die Ramserinnen haben damit das erste Finalspiel auswärts in Menden gewinnen können. Beide Teams haben eine Topleistung aufgeboten, haben sich nichts geschenkt, haben mit hohem Spieltempo über 60 Minuten ausgezeichnetes, offensives Hockey gezeigt. Sowohl in der Defensive, wie auch in der Offensive haben beide Mannschaften auf höchstem Niveau agiert, haben taktische Disziplin gezeigt.

Im ersten Spielabschnitt haben beide Teams gleichauf gelegen, das zweite Drittel haben die Mambas dominiert und fulminant aufgespielt, dadurch zurecht eine 4:2 Führung erspielt. Doch die Ramserinnen haben nicht aufgesteckt, haben bereits zum Ende des zweiten Drittels zu Ruhe, Ordnung, taktischer Disziplin zurückgefunden.

Vor allem aber sind die Spielerinnen der Rams als geschlossene Einheit aufgetreten, haben sich Mut zugesprochen, sich angespornt und angefeuert, haben für- und miteinander gekämpft und sich dabei aufgezeigt, dass sie als Mannschaft diese Partie in Menden gewinnen wollen.

Am Ende haben Kleinigkeiten ausgereicht, um zum Torerfolg zu kommen, auf beiden Seiten !

Die diesjährige Finalserie bietet wieder Damenhockey auf höchstem Niveau, temporeich, spielstark und hochkonzentriert haben sich beide Teams in dieser ersten Partie gezeigt, beste Reklame für die stetig angestiegene Spielstärke in der 1.Damenbundesliga !

Bei den Ramserinnen haben alle Spielerinnen eine Topleistung abgerufen und gezeigt, dennoch muss man die Leistung von Torfrau Caro Walz im letzten Drittel besonders hervorheben.

Und die Leistung von Nadine Joisten verdient ebenfalls eine besondere Erwähnung; seit April 2015 musste sie nach ihrer OP pausieren, hat sich monatelang durch die Rehabilitation gequält und immer wieder gehofft, bis zu den Play-Offs wieder fit zu sein. Im Halbfinale ging es noch nicht – aber für die Finalserie ist sie endlich wieder dabei und hat trotz Trainingsrückstand eine erstaunlich stabile und sichere Leistung gezeigt. Ihre ganze Routine aus über 20 Jahren Hockey hat sie gestern in die Waagschale geworfen und aufgezeigt, dass sie immer noch eine wichtige Rolle im Düsseldorfer Spiel innehat.

Jana Bagusat und Kira Riepe haben wieder aufgezeigt, wie wichtig sie für das Düsseldorfer Angriffsspiel sind, Jana erzielte vier der fünf Düsseldorfer Tore, Kira Riepe konnte gestern in Menden zum wiederholten Mal aufzeigen, wie stark und wichtig ihre Dribblings als Vorbereitung für die Offensivabteilung sind.

Aber auch Mia Bagusat und Janine Wilbert haben für wichtige Akzente in der Offensive gesetzt.

In der Defensive ist Düsseldorf traditionell seit Jahren stark und sicher besetzt, doch mit Coach Wilbert haben die Defensivspielerinnen Maren Krämer, Lina Meder und Susanne Schwedt (und die fehlende Kira Kanders) nicht nur weiterhin eine äußerst stabile Abwehrleistung aufgezeigt, sondern mittlerweile auch deutliche Akzente in den gemeinsamen Angriffsformationen gesetzt, was das Düsseldorfer Spiel insgesamt nochmals variantenreicher macht.

Ein Lob gilt aber auch an unsere Neuzugänge Nina Hellmann und Laura Hayen, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen und jederzeit auf Abruf einsatzbereit im Spiel dabei sind und so einen sicheren Rückhalt für das gesamte Team darstellen.

Weiter geht es mit der Finalserie Spiel 2 am kommenden Samstag, 21.11.2015, 13:00 Uhr, in Düsseldorf-Niederheid.

Über ein großes Zuschauerinteresse würden wir uns freuen; ein packendes Hockeyspiel dürfte nach der gestern gesehenen Vorstellung beider Teams garantiert sein !
Tore / Assists:

03:38 Jana Bagusat / Nadine Joisten
10:32 Gegentreffer Menden / Inka Schlüter
11:45 Jana Bagusat / Lina Meder
21:23 Gegentreffer Menden / Meike Zöpnek
25:04 Gegentreffer Menden / Esther Göttker
27:09 Gegentreffer Menden / Stefanie Hellmann
41:39 Mia Bagusat / Lina Meder
45:15 Jana Bagusat / –
54:43 Jana Bagusat / –
Thorsten Schwedt

2016-11-24T22:10:04+00:00 Sonntag, 15. November 2015 - 17:30|Damen|
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