Die Rams-Damenmannschaft hat es am Ende einer schwierigen Saison geschafft:

mit dem heutigen 3:1 Heimsieg über die Menden Mambas im zweiten Play-Off-Finalspiel wurde der vierte Deutsche Meistertitel in Folge erspielt und die insgesamt neunte Deutsche Meisterschaft durch eine Rams-Damenmannschaft gewonnen.

Coach Kjell Wilbert konnte damit in seiner ersten Saison als Damentrainer die Titelgewinne der zurückliegenden drei Jahre wiederholen und sein Team nahtlos an die Erfolge der letzten Jahre heranführen.

Beim heutigen zweiten Finalspiel in Düsseldorf – Niederheid fehlten dem Damenteam weiterhin die Spielerinnen Andrea Lanzl und Vena-Marie Kanters, sowie Goalie Jule Flötgen (Eishockey), Goalie Nina Heuser (verletzt), Elena Unterlöhner (Schwangerschaft), Nina Hellmann und Laura Hayen, sowie Kira Kanders, die ebenfalls wegen Erkrankung pausieren musste, aber ebenso wie Nina Hellmann und Elena Unterlöhner beim Team an der Bande dabei gewesen sind !

Für die Rams liefen heute auf:

Goalie Caro Walz
Im Sturm: Jana Bagusat, Mia Bagusat, Nadine Joisten, Jule Klement, Janine Wilbert
In der Defensive: Kira Riepe und Lina Meder, sowie Maren Krämer und Susanne Schwedt

Die Mambas liefen mit drei Reihen auf, dazu zwei Goalies; das Gästeteam erschien in Bestbesetzung und hatte ebenfalls alle Eishockeyspielerinnen im heutigen Team. Einzig Inka Schlüter fehlte.

Die Ramserinnen hatten sich für das heutige Spiel bereits früh in Niederheid zusammen gefunden, gemeinsam wurde die Spielbande aufgebaut und die Halle spielfertig hergerichtet.

Im Anschluss gab es ein ausgedehntes Aufwärmprogramm und eine intensive Taktikbesprechung.
Die Stimmung im Team gut, Zuversicht zeigte sich in den Gesichtern der Spielerinnen, auch wenn wohl jeder Ramserin klar war, dass Menden heute nach der verlorenen ersten Finalpartie vom letzten Samstag nunmehr doppelt aktiv agieren wird.

Wie erwartet, begann die Partie temporeich. Die Mambas preschten förmlich in die Spielhälfte der Rams, angetrieben von Meike Zöpnek und Stefanie Hellmann.

Doch die Ramserinnen hatten sich auf diese Partie gut eingestellt, schnell wurden die ersten Angriffe der Mambas abgelaufen und die Ramserinnen versuchten ihrerseits, die Partie an sich zu reißen und einen schnellen, ersten Treffer zu erzielen.

Das gelang auch bestens, schon in Spielminute 03:21 war es Kira Riepe auf Zuspiel von Jana Bagusat, die mit einem Schlenzer Torfrau Pia Surke im Mambas Tor überwinden konnte.

Damit war der Torjubel für das erste Drittel auch bereits ausgeschöpft. Den zahlreichen Zuschauern aus nah und fern bot sich zwar weiterhin eine mehr als packende Begegnung, Torraumszenen auf beiden Seiten zogen die Zuschauer immer wieder in den Bann, aber ein weiterer Treffer konnte im ersten Spielabschnitt nicht bejubelt werden.

Die Ramserinnen standen defensiv gut, das Umschaltspiel funktionierte bestens und das schnelle Passspiel und die temporeich vorgetragenen Angriffsvarianten verlagerten den Spielanteil leicht erhöht in die Mendener Hälfte.

Eine Unterzahlsituation überstanden die Ramserinnen souverän und sicher.

Im zweiten Spielabschnitt begannen die Rams furios, der Ball wurde sofort nach Anpfiff erobert und der direkte Weg zum gegnerischen Tor gesucht — und gefunden !
Mia Bagusat passte exakt auf die einlaufende Kira Riepe, die im Nachschuss zum 2:0 unter großem Jubel einnetzte !

Im weiteren Verlauf des zweiten Spielabschnitts zeigte sich dann weitestgehend ein unverändertes Bild zum ersten Drittel. Die Partie weiterhin mit hohem Tempo, die Mambas und auch die Rams wechselten die Reihen in schneller Abfolge aus und den Zuschauern wurden sehenswerte Angriffskombinationen auf beiden Seiten geboten.

Menden kam jedoch von Minute zu Minute besser ins Spiel, angetrieben von Meike Zöpnek drangen sie immer wieder gefährlich in die Düsseldorfer Hälfte ein, aber Golaie Caro Walz und ihre Verteidigerpärchen zeigten sich mehrmals hellwach. Vor allem Goalie Caro Walz hat heute wieder einmal eine ganz außergewöhnliche Partie gespielt, sie zeigte mehrfach grandiose Reaktionen und rettete dadurch den knappen 2:0 Vorsprung.

Aber auch Meike Zöpnek zeigte sich heute wieder in Topform; in Spielminute 29:17 durchbrach sie die Düsseldorfer Verteidigungslinie im Alleingang und traf beim Abschluss nur das Lattenkreuz, in Spielminute 39:52 und 39:58 traf sie ebenfalls zweimal das Gehäuse, obwohl sich die Mambas ab Spielminute 39:50 in Unterzahl befanden !

In diesen Sekunden zeigten sich die Ramserinnen erstmals in der Partie nervös und vor allem ungeordnet.

Coach Wilbert nutzte daher die zweite Drittelpause vor allem dazu, Ruhe in sein Team zu bringen; aber auch taktische Maßnahmen wurden nochmals kurz besprochen bzw. in Erinnerung gerufen.

Die Pause hatte den Ramserinnen gut getan, mental stark und mit viel Selbstvertrauen ging es ins letzte Drittel. Düsseldorf begann in Überzahl, nun galt es, einen entscheidenden Treffer zu erzielen, ein Tor musste her.

Mustergültig wurde die Überzahlsituation aufgespielt, die Mambas wurden auseinandergezogen, bis sich der richtige Moment zum Schlagschuss für Jana Bagusat bot, auf Zuspiel von Kira Riepe hämmerte sie den roten Spielball in Spielminute 41:05 aus der Mitte heraus auf das Mendener Gehäuse, der Ball wurde noch leicht abgefälscht von Meike Zöpnek und landete unhaltbar im Netz !

3:0, gleich zu Beginn des letzten Drittels hatten die Ramserinnen damit ein wichtiges Zeichen gesetzt !

Direkt danach ergab sich für die Düsseldorferinnen jedoch eine Unterzahl, die allerdings ebenfalls wieder souverän und sicher von den Specialteams Maren Krämer/Susanne Schwedt/Jule Klement, danach Kira Riepe/Lina Meder/Jana Bagusat gespielt wurde. Die beiden Unterzahlreihen verteidigten bestens den Raum, standen ruhig und besonnen, ohne Hektik, mit Disziplin und Ordnung wurden die beiden Strafminuten überstanden.

Die Partie wurde weiter temporeich gespielt, die Mambas hatten noch lange nicht aufgesteckt. Im Gegenteil, immer wieder trieben sie den Spielball in die Düsseldorfer Hälfte. Coach Wilbert forderte von seinem Team, nicht nachzulassen in dem Bemühen, selbst weiter Druck nach vorn aufzubauen. Keine reine Verteidigung des Ergebnisses, sondern weiter mit Tempo und Druck gegen den Gegner arbeiten und den eigenen Offensiv-Rhythmus nicht verlieren, dazu mental weiter hellwach bleiben und den Willen zum Sieg in dieser zweiten Partie nicht aus den Augen verlieren !

So stärkten sich die Spielerinnen weiter, griffen nach einer kurzen Phase der Unachtsamkeit wieder unermüdlich an, fanden zurück zum offensiven Rhythmus. Den Zuschauern boten sich weiterhin packende Spielszenen, das gesamte Spiel über waren beide Mannschaften in jeder Spielsekunde bemüht, einen Treffer zu erzielen, offensiv waren beide Spieltaktiken angelegt, ein wahrer Schlagabtausch entwickelte sich in der zweiten Hälfte des letzten Drittels.

Die Mambas zeigten nun frühere Torabschlüsse, da die Ramserinnen geschickt den Raum vor dem Tor von Caro Walz abdeckten und den Mambas keine Gelegenheiten anboten, in den Düsseldorfer Slot einzulaufen. Aber auch aus der Distanz sind die Mambas stets gefährlich, was Sabina Florian in Spielminute 53:56 mit einem sehenswerten Schlagschuss unter Beweis stellte.

3:1, noch 06:04 Minuten zu spielen. Die Ramserinnen ließen sich jedoch von diesem Mendener Treffer nicht aus der Ruhe und Konzentration bringen.

Mit viel Übersicht, mit großer Routine, passgenau und clever wurde der Spielball in den nächsten Minuten nach dem Mendener Treffer in den Düsseldorfer Reihen gespielt, kaum Ballverluste, im Gegenteil, der Ball wurde dominant in den eigenen Reihen behauptet. So vergingen die Minuten des letzten Drittels, die Mambas ließen zwar nicht locker, versuchten immer wieder, den Ball zu erobern und den Anschlusstreffer zu erzielen, die Spannung stieg dabei spürbar in der Halle, aber die Ramserinnen standen sicher, ließen den Ball ebenfalls ruhig in den eigenen Reihen weiterlaufen, verzögerten und zogen an – je nach Spielsituation – und so blieb es am Ende beim 3:1 Heimsieg für die Rams !

Der vierte „Deutsche Meistertitel“ in Folge, der neunte Meistertitel überhaupt für die Rams-Damen !

Wer hätte das gedacht, nach den schweren Verletzungsrückschlägen bis zur Mitte der Saison, nach den bitteren Niederlagen, der fortlaufenden Personalnot im Team bis kurz vor Beginn der Play-Offs.

Aber in den Play-Offs hat das gesamte Team richtig Moral und Kampfgeist gezeigt, hat sich gegen Langenfeld in drei Spielen ins Finale gekämpft, schon im Halbfinale gegen Langenfeld zeigte sich nicht nur die taktische Disziplin des Teams, die ausgezeichnete Spielstärke unter Druck, sondern vor allem die mentale Stärke des Teams 2015 !

Und im Finale gegen Menden hat man im ersten Spiel hart um den Sieg gekämpft, hat auswärts knapp, aber verdient gegen die Mambas gewonnen. Heute im zweiten Finalspiel hat die Mannschaft noch einmal alles gegeben, hat sich mit großem Willen zum Sieg präsentiert.

Die Mambas haben uns alles abverlangt, es war eine ganz ausgezeichnete Finalserie !

Das hat viel Kraft gekostet, was man den Spielerinnen nach der Partie auch angesehen hat. Daher war der Jubel über die heute erkämpfte vierte deutsche Meisterschaft in Folge auch eher verhalten; die Freude war sichtbar, doch die Erschöpfung ebenfalls. Es braucht noch ein paar Stunden, um dann ausgelassen zu feiern.

Nach der Übergabe des Meisterschaftspokals und der Ehrung, dem obligatorischen Meisterschaftsfoto, musste auch erst die Spielbande abgebaut werden.

Z.Zt. findet sich das Team privat zusammen; zu späterer Stunde gehen dann alle gemeinsam in die Düsseldorfer Altstadt, in der dann ausgelassen der vierte Meisterschaftstitel des „goldenen Jahrgangs“ bis zum Morgengrauen gefeiert wird.

Den zahlreichen Zuschauern, der Rams-Familie und den Mambas-Anhängern von hier aus einen herzlichen Dank an die wunderbare Kulisse, die ihr dieser zweiten Finalpartie geboten habt !

Das Damenteam des ISC Düsseldorf Rams bedankt sich für die Unterstützung, die ihr uns alle auch im Jahr 2015 gegeben habt.
Es war eine schwere Saison, die 1.Damenbundesliga ist auch 2015 noch einmal leistungsmäßig näher zusammengerückt. Viele Spiele sind unerwartet ausgegangen, was für so manche Überraschung und Wirbel in der Tabelle gesorgt hat.

Rückblickend war die Saison 2015 wieder spannend, wir haben viele tolle Partien gesehen – und die Play-Offs haben gezeigt, dass hier auch am Ende einer langen Saison alle Teams noch einmal mit Kraft, Siegeswillen und vollem Einsatz um den Titel kämpfen, knappe Ergebnisse erspielen und so bis zur letzten Spielminute Spannung pur vorherrscht.

Man darf auf die Saison 2016 also heute schon gespannt sein.

Die Rams-Damenmannschaft hat im Saisonverlauf mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie auch mit kleinen Kadern immer wieder auch zu großen Leistungen fähig ist, Rückschläge wurden aber auch gut verarbeitet, das Team hat bestens zusammengehalten und in entscheidenden Momenten haben in diesem Jahr wirklich alle zusammen gehalten und zueinander gestanden. Das hat uns am Ende auch wieder ganz nach vorne getrieben und uns bis ins Finale und zum vierten Titelgewinn in Folge gebracht.

Ich möchte hier und heute keine einzelnen Spielerinnen noch einmal besonders hervorheben, das habe ich im Saisonverlauf anlassbezogen mehrfach getan. Wir wissen alle, es ist ein Mannschaftssport und so ist jede einzelne Spielerin wichtig, im Team wichtig, in der Gemeinschaft wichtig. Die Ramserinnen haben sich das dieses Jahr ganz besonders zu Herzen genommen, sind ein um das andere Mal als Mannschaft, als geschlossenes Team aufgetreten, was sich am Ende ausgezahlt hat. Es war schön, dabei gewesen zu sein und das Jahr 2015 miterlebt zu haben.

Nun wird aber erst einmal bis zum Jahresende ausgespannt, es beginnt die Vorweihnachtszeit, es wird ruhiger und besinnlicher.

Jeder kann das letzte Saisonjahr Revue passieren lassen und überlegen, was wir im nächsten Jahr wie verändern können, was wir besser machen können, was wir besser lassen sollten……und und und.

Die Zeit für solche Überlegungen muss auch sein. Ich bin gespannt, wie sich die Damenmannschaft des ISC Düsseldorf Rams im nächsten Jahr aufstellt und zusammenstellt. Beruflich / studienmäßig sind einige Spielerinnen im Jahr 2016 besonderen Belastungen ausgesetzt, zudem müssen auch die Rams den Nachwuchs mehr und mehr ans aktuelle Team heranführen, um für die Zukunft gesichert aufgestellt zu sein.

Doch jetzt gilt es erst einmal, den heute gewonnenen Meistertitel zu feiern !

Was sich an Veränderungen für 2016 gibt, wird im kommenden Jahr an dieser Stelle zeitnah berichtet.

Bis dahin wünschen wir allen Freunden und Bekannten eine gute Zeit und bleibt uns auch in der nächsten Saison treu !

Tore / Assists:

03:21 Kira Riepe / Jana Bagusat
20:37 Kira Riepe / Mia Bagusat
41:05: Jana Bagusat / Kira Riepe

53:56 Gegentreffer Sabina Florian / Menden Mambas
Thorsten Schwedt