Damen: Heimpleite im letzten Vorrundenspiel

////Damen: Heimpleite im letzten Vorrundenspiel

Damen: Heimpleite im letzten Vorrundenspiel

……und die erwarteten Halbfinal-Paarungen in den Play-Offs sind noch einmal gehörig durcheinander gewirbelt.

Aber der Reihe nach:

Die Ausgangslage für die Damenmannschaft des ISC Düsseldorf Rams vor der letzten Vorrundenpartie in der Deutschen Meisterschaft 2015 war personell wieder einmal nicht zum Besten gestellt:

Jule Klement fehlte urlaubsbedingt (Herbstferien), ebenso Nina Heuser, Nadine Joisten ist weiterhin verletzt, Kira Riepe musste sich in der Woche einer kleinen Operation unterziehen und fiel ebenfalls aus – und – eine privat erfreuliche und schöne Nachricht: Elena Unterlöhner ist schwanger, sie wird daher verständlicherweise ab sofort bis mindestens zum Sommer des kommenden Jahres nicht mehr Inlineskaterhockey spielen.

Coach Wilbert konnte daher für diese letzte Vorrundenpartie folgende Spielerinnen aufbieten:

im Tor: Caro Walz
in der Defensive: Maren Krämer, Susanne Schwedt, Lina Meder,
im Sturm: Jana und Mia Bagusat, Janine Wilbert, Kira Kanders,

Die neu in den Kader gekommenen Nina Hellmann und Laura Hayen wechselte Coach Wilbert je nach Spielsituation wechselnd in der Offensive und in der Defensive ein.

Aufgrund der personellen Ausfälle musste Kira Kanders in den Sturm wechseln, wodurch die gewohnten Defensivpaarungen in diesem Spiel nicht auflaufen konnten.

Gleich zu Beginn der Partie zeigte sich die Taktik des Gästeteams aus Langenfeld:

Die Devils standen äußerst kompakt vor dem eigenen Tor, bildeten über die gesamte Spielzeit eine Dreierkette in der Defensive, teilweise agierten sie in druckvollen Phasen der Ramserinnen sogar mit allen vier Spielerinnen am eigenen Slot.

Und damit ist der Spielverlauf auch eigentlich im Wesentlichen bereits geschildert:

Düsseldorf natürlich mit dem weitaus höheren Spielanteil, dem höheren Ballbesitz und eigentlich fortwährend bemüht, einen Treffer durch die dicht gestaffelte Langenfelder Abwehr zu erzwingen, anders kann man es nicht nennen.

Es war kein schönes Hockeyspiel, aber aus Langenfelder Sicht mehr als effizient. Langenfeld verteidigte mit „Mann und Maus“, sehr engagiert und mit der ihnen mittlerweile ausgeprägten, eigenen Härte. Vor allem aber blieben die Devils konsequent über alle drei Spielabschnitte bei der eingeschlagenen Taktik. Gnadenloses Hineinwerfen in jeden Düsseldorfer Schuss, eng vor dem eigenen Slot postiert, an irgendeinem Langenfelder Körperteil prallte der rote Spielball immer wieder ab – und wenn dann doch einmal ein Schuss aufs Tor kam, stand Goalie Melanie Malewski auf dem Posten.

Die Ramserinnen zogen somit immer weiter in die Hälfte der Devils, führten sie doch meist den Spielball und drängten permanent auf den Führungstreffer, mehr und mehr überschritten die Hausherrinnen mit allen Spielerinnen die Mittellinie, schnürten die Devils ein, der Platz vor dem Gästetor wurde enger und enger.

Und auf genau diese Situationen warteten die Devils, mit schnellen Einzelkontern überliefen und durchbrachen sie die weit aufgerückten und notgedrungen nicht immer in gewohnter Zusammensetzung aufspielenden Düsseldorfer Reihen und erspielten sich damit immer wieder Torläufe auf Goalie Caro Walz.

In Spielminute 11:28 war es dann Langenfelds Captain Anna Goldschmidt, die den Führungstreffer für die Gästemannschaft markierte. Auch hier waren die Düsseldorfer Reihen bei eigenem Angriff überlaufen worden.

Die Antwort der Heimmannschaft folgte jedoch prompt; in Spielminute 16:09 war es Jana Bagusat (auf Zuspiel von Maren Krämer), die wieder einmal in einer sehenswerten Einzelleistung über die linke Außenbahn kommend das Langenfelder Tor von hinten umkurvte und mit einem Bauerntrick den Ausgleich erzielte.

Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.

Nach Wiederanpfiff machten die Devils deutlich, dass sich an der gewählten Taktik nichts ändern würde; Langenfeld kompakt vor dem eigenen Tor, defensiv und auf Konter lauernd, Düsseldorf spielführend mit hohem Ballbesitz und stetem Druck auf des Gegners Tor – aber in den finalen Pässen und im Abschluss schlichtweg nicht präzise genug ! Goalie Melina Malewski schied in der 24. Spielminute verletzungsbedingt aus, doch auch Torfrau Eva Schmachtenberg zeigte fortan eine ausgezeichnete Leistung im Gästetor !

Im Slot warf sich immer eine Langenfelderin in den Schuss oder wurde angeschossen, es war für uns einfach kein Durchkommen, weil aber auch – wie oben bereits erwähnt – die Präzision fehlte, der Spielwitz, manchmal auch die Konzentration und die Reaktionsschnelligkeit.

Und so kam auch im zweiten Spielabschnitt in Spielminute 37:33 Langenfeld mit einem Konter zum zweiten Treffer, auch hier befanden sich die Ramserinnen erneut im eigenen Angriff und wurden allein von Lisa Maiellaro überlaufen, 1:2.

Damit endete auch das zweite Drittel.

Im letzten Drittel begannen die Ramserinnen vielversprechend, Jana Bagusat erzielte in der 42. Spielminute auf Zuspiel von Maren Krämer mit einem Handgelenkschuss in den oberen rechten Winkel den Ausgleichstreffer zum 2:2.

In der 44. Spielminute verletzte sich dann Stürmerin Janine Wilbert, sodass Coach Kjell Wilbert ein weiteres Mal die Reihen umstellen musste. Nun rotierten die Rams nur noch mit drei Verteidigerinnen, eine Situation, die das Team eigentlich in den zurückliegenden Jahren mehrfach erleben musste und dabei stets ruhig, geordnet und erfolgreich gespielt hat.

Doch in diesem Spiel war es anders, die Hausherrinnen kamen regelrecht aus dem Rhythmus, es wurden zwar weiterhin eine Vielzahl von Angriffen gefahren und die Düsseldorferinnen bauten eine Menge Druck auf, aber im Abschluss ergaben sich keine zwingenden Torchancen. Einzelaktionen prägten zudem das Bild der Landeshauptstädterinnen, bei zwei Pfostenschüsse von Mia Bagusat und Kira Kanders sprang der Ball leider nicht ins Tor.

Und dann kam auch noch das berühmte Pech hinzu, Düsseldorf geriet in Unterzahl und in einem Langenfelder Gegenangriff wurde der Spielball gegen die Rückwand hinter Caro Walz Tor geschossen und die rote Hartgummikugel prallte von der Rückwand genau hinter die Skates von Goalie Caro Walz und Langenfelds Laura Brückmann spitzelte den Ball zum 2:3 in Spielminute 46:06 in das Düsseldorfer Gehäuse.

Nun mussten die Ramserinnen noch einmal alles nach vorn werfen, doch Langenfeld antwortete in der 50. Spielminute mit einem präzisen Distanzschuss von Stefanie May zum viel umjubelten 2:4 !

Mit diesem komfortablen Vorsprung von 2 Toren stellten sich die Devils noch kompakter auf, jetzt galt es aus Langenfelder Sicht, nur noch mit allen Spielerinnen zu verteidigen, keine Konter, keine Gegenangriffe, kein gesuchter Spielanteil.
Es folgten fast 10 Minuten Dauerangriff der Ramserinnen, doch auch jetzt stellte sich die gewohnte Präzision im Abschluss leider nicht ein.

Langenfeld hat diese Partie zu Recht mit 2:4 auswärts in Düsseldorf gewonnen; die Devils haben taktisch konsequent über 60 Minuten agiert. Die Devils haben zudem sehr leidenschaftlich aufgespielt, mit viel Biss, Emotion und vor allem Engagement !
Es war keine schöne Partie, aber aus Langenfelder Sicht am Ende äußerst erfolgreich – und das ist, was letztlich zählt.

Düsseldorf hatte erneut personelle Engpässe zu überwinden, sodass Umstellungen in allen Mannschaftsteilen notwendig wurden, die heute nicht reibungslos kompensiert werden konnten. Hinzu kam die Verletzung von Janine Wilbert in der 44.Spielminute, die Coach Wilbert zu weiteren Umstellungen zwang und zusätzlich Unruhe in den Spielrhythmus brachte.
Insgesamt musste das Düsseldorfer Team in vier Unterzahlsituationen agieren, eine für unsere Verhältnisse ungewöhnlich hohe und nicht dienliche Anzahl.

Dennoch haben es die Rams-Spielerinnen bei diesem Spiel vor allem an der Passgenauigkeit und der Präzision im Abschluss mangeln lassen. Daran gilt es rasch zu arbeiten, um in den Play-Offs endlich mit gewohnter Leistungsstärke, mit Biss und Siegeswillen aufzulaufen; das Team hat – wenn auch personell dezimiert – weiterhin hohes Potenzial, ruft es aber nicht in allen Spielen bis zur letzten Konsequenz ab.

Damit haben die Devils die Vorrunde hinter Menden auf dem zweiten Platz abgeschlossen, die Ramserinnen sind Dritter geworden, Kaarst steht auf dem verbliebenen vierten Platz.
Daraus ergeben sich für die diesjährigen Play-Off-Halbfinalspiele folgende Paarungen:

Menden ./. Kaarst, Erster gegen Vierter, Menden hat im ersten Spiel Heimrecht,
Langenfeld ./. Düsseldorf, Zweiter gegen Dritter, Langenfeld hat im ersten Spiel Heimrecht.

Die genauen Spielzeiten stehen noch nicht fest, aber das erste Halbfinalspielwochenende beginnt am 24./25.10.2015, danach geht es wochenweise weiter.

Sobald die genauen Termine feststehen, wird hier nachberichtet.
Tore / Assists:

16:09 Jana Bagusat / Maren Krämer
42:34 Jana Bagusat / Maren Krämer
Thorsten Schwedt

2016-11-24T22:10:04+00:00 Montag, 5. Oktober 2015 - 16:54|Damen|
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