Zum gestrigen Meisterschaftsheimspiel gegen die Bockumer Bulldogs konnte Coach Kjell Wilbert nicht seinen kompletten Kader einsetzen, verzichten musste er auf Andrea Lanzl, Jule Flötgen, Nina Heuser, Vena-Marie Kanters, Mia Bagusat und Elena Unterlöhner, sowie die weiterhin verletzte Nadine Joisten; dennoch gestaltete sich die Partie phasenweise einseitig zu Gunsten der Landeshauptstädterinnen.

Im Tor bot Coach Wilbert Caro Walz auf, dazu die Spielerinnen Jana Bagusat, Kira Riepe, Kira Kanders, Jule Klement, Maren Krämer, Susanne Schwedt, Lina Meder und Janine Wilbert.

Coach Wilbert forderte von seinen Spielerinnen trotz des kleinen Kaders hohe Laufbereitschaft, Tempospiel gepaart mit schnellen Wechseln, passgenaues und schnelles Zuspiel und den direkten Zug zum Tor des Gegners.

So verwunderte es nicht, dass die Ramserinnen gleich zum Anpfiff der Partie im ersten Angriff den direkten Weg zum Tor der Bockumer Spielerinnen suchten und auch fanden. Bereits nach 26 Sekunden konnte Kira Kanders auf Zuspiel von Jana Bagusat mit einem Schlagschuss aus halblinker Position den ersten Düsseldorfer Treffer erzielen.

Und die Ramserinnen setzten konsequent nach, mit schnellen Wechseln der zwei Reihen wurde das Spieltempo trotz der schwülheißen Temperaturen hoch gehalten und die Düsseldorferinnen spielten druckvoll auf.

In Spielminute 05:47 war es dann Jana Bagusat, die nun auf Zuspiel von Kira Kanders, mit einem Schlagschuss das 2:0 aus Düsseldorfer Sicht markierte.

Die Ramserinnen spielten auch nach diesem zweiten Treffer mit unvermindertem Tempo weiter, die Bulldogs konnten in dieser Phase nur defensiv in der eigenen Hälfte agieren, geordnete Gegenangriffe kamen nicht zustande.

So verwunderte es nicht, dass in Spielminute 08:29 Kira Kanders den dritten Treffer erzielte, als sie im Slot stehend mustergültig von Jana Bagusat angespielt wurde.

Danach ließen es die Ramserinnen kurz ein wenig ruhiger angehen, zeigten sich unaufmerksam, verspielten den Ball leichtfertig im eigenen Aufbau, sodass die Bockumerinnen in der 12. Minute durch einen Alleingang das 3:1 erzielen konnten; Goalie Caro Walz hatte dabei keine Chance zur Abwehr.
Dies war jedoch die einzige Nachlässigkeit im ersten Spieldurchgang, danach spielten alle Ramserinnen wieder hochkonzentriert auf, schnürten den Gegner in dessen eigener Spielhälfte ein und vollzogen einen Angriff nach dem nächsten.
In Spielminute 12:42 revanchierte sich Kira Kanders dann als Passgeberin für Jana Bagusat und Jana konnte im Nachschuss den 4:1 Treffer erzielen; mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel begann mit einer Düsseldorfer Überzahl, die die Ramserinnen jedoch nicht zum Torerfolg nutzen konnten. Die Krefelderinnen standen sicher und gut gestaffelt in ihrer Unterzahl.

Nach Ablauf der Strafzeit konnten die Bulldogs die Ramser Verteidigungslinie in der 25. Spielminute durchbrechen, doch Goalie Caro Walz zeigte ihre ganze Klasse, Ruhe und Besonnenheit; lange blieb sie stehen und verkürzte geschickt den Winkel für die Krefelder Stürmerin, die keine Chance zum Torerfolg erhielt, es blieb beim 4:1 aus Düsseldorfer Sicht.

Danach erhöhten die Ramserinnen noch einmal das Spieltempo und schon in Spielminute 26:25 war es Rückkehrerin Lina Meder, die an der linken Außenbahn den Spielball nach vorn trieb und mit einem punktgenauen Zuspiel in den Slot auf Sturmpartnerin Janine Wilbert passte, die sodann den Treffer zum 5:1 im unteren rechten Toreck erzielte.

In den folgenden Minuten zeigten sich die Ramserinnen feldüberlegen, dominierten die Partie souverän. Mit hohem Ballbesitz wurde ein Angriff nach dem nächsten gefahren. In Spielminute 31:21 traf Jana Bagusat auf Zuspiel von Kira Riepe zum 6:1. Die folgende Düsseldorfer Überzahlsituation konnten die Ramserinnen direkt zum Torerfolg nutzen, in Spielminute 34:35 war es wieder Jana Bagusat, die erneut auf Zuspiel von Kira Riepe zum 7:1 einnetzen konnte, diesmal mit einem Schlagschuss von rechts kommend.

Mit diesem 7:1 ging es in die zweite Drittelpause.

Nach Wiederanpfiff der Partie verspielten die Ramserinnen in Spielminute 42:22 einen weiteren Ball im eigenen Aufbau; diese Gelegenheit nutzten die Bulldogs zum 7:2, wobei Goalie Caro Walz erneut keine Chance zur Abwehr blieb.

In der 44. Spielminute in Düsseldorfer Überzahl zeigte Lina Meder, dass nicht nur Kraft und Schnelligkeit zum Torerfolg führen. Mit gutem Auge und einem gefühlvollen Schlenzer aus halblinker Position traf sie in aller Ruhe und Gelassenheit zum 8:2.

In den folgenden Spielminuten nahmen die Ramserinnen ein wenig das Spieltempo heraus, ohne jedoch an Torgefahr einzubüßen. Kira Kanders, Jana Bagusat, Susanne Schwedt und am Ende noch einmal Kira Kanders trafen in den verbleibenden Spielminuten jeweils deutlich hörbar nur die Torlatten.
Den letzten Treffer des Spiels erzielte in Spielminute 59:26 Jana Bagusat auf Zuspiel von Kira Kanders.

Dieser erneute Heimsieg mit einem 9:2 war – über die 60 Minuten des Spiels betrachtet – ungefährdet herausgespielt worden. Im gesamten Spielverlauf gab es 3-4 Nachlässigkeiten, die aber umgehend von Coach Wilbert mit seinem Team besprochen und aufgearbeitet wurden.

Die Ramserinnen haben trotz der großen Hitze und Schwüle in der Niederheider Sporthalle durchgehend ein hohes Spieltempo zeigen und gehen können- und das mit nur 2 Reihen. Die Passgenauigkeit hat unter der Anstrengung nicht gelitten, im Gegenteil, die Ramserinnen waren auch im letzten Spielabschnitt weiterhin spielbestimmend und dominant. Die Mannschaft hat geschlossen agiert und die taktischen Vorgaben des Trainers in fast allen Punkten durchgehend umsetzen können.

Jana Bagusat hatte mit Kira Kanders in diesem Spiel eine kongeniale Ergänzung, denn Kira und Jana haben allein 5 Düsseldorfer Treffer gemeinsam vorbereitet und erzielt. Kira Kanders wiederum hat gezeigt, dass sie nicht nur als Verteidigerin eine ausgezeichnete Leistung bringt, sondern auch als Stürmerin torgefährlich aufspielt.

Jana Bagusat schiebt sich mit ihren weiteren 7 Scorerpunkten – trotz der verpassten ersten Saisonspiele – nunmehr unaufhaltsam höher in der Scorerliste.

Anzumerken bleibt noch, dass in der Spitzengruppe der 1.Damenbundesliga die Menden Mambas am vergangenen Wochenende in Berlin verloren haben und die Crash Eagles Kaarst ebenfalls bei den Dragons in Heilbronn am gestrigen Samstag mit 5:2 unterlagen, nachdem sie zuvor schon in Langenfeld nach Penaltyschießen unterlagen.

AKTUELLE ERGÄNZUNG:

Die favorisierten Menden Mambas haben am gestrigen Sonntag in Langenfeld überraschend und deutlich verloren, wie bislang bekannt, mussten die Mambas in diesem Spiel auf Steffi Hellmann und Sabine Florian verzichten !


Damit rückt die Spitzengruppe – tabellenbereinigt und vorausgesetzt, es gibt nicht noch weitere Patzer – fast gleichauf. Bislang konnte sich somit im Saisonverlauf noch kein Team absetzen und die weiteren Paarungen versprechen Spannung bis zum letzten Spieltag.

Für die 1.Damenbundesliga und auch die Ramserinnen geht es am 27.06.2015 weiter; an dem Tag werden in Langenfeld und in Bochum parallel die beiden Pokal-Vorrundenturniere nach dem in diesem Jahr erstmalig gespielten neuen Damenpokal-Turniermodus ausgetragen.

Sowohl in Bochum, wie auch in Langenfeld treten alle dorthin gelosten Mannschaften, die im Pokalwettbewerb antreten, gegeneinander an; nur die jeweiligen Tages-Turniersieger werden dann am 26.09.2015 in Assenheim das Pokalfinale bestreiten.

Die Ramserinnen sind nach Bochum gelost worden; wir werden auch hierüber separat berichten.
Tore / Assists:

00:26 Kira Kanders / Jana Bagusat
05:47 Jana Bagusat / Kira Kanders
08:29 Kira Kanders / Jana Bagusat
12:42 Jana Bagusat / Kira Kanders
26:25 Janine Wilbert / Lina Meder
31:21 Jana Bagusat / Kira Riepe
34:35 Jana Bagusat / Kira Riepe
45:10 Lina Meder / Maren Krämer
59:26 Jana Bagusat / Kira Kanders
Thorsten Schwedt