Wären die Schüler 2 der RAMS ein börsenorientiertes Unternehmen, so müßte das Team heute, nach der 4. Niederlage in Folge am Sonntag in Assenheim, eine Gewinnwarnung ausgeben, da das am Anfang der Saison ausgegebene Saison Ziel, unter die ersten drei Teams in der Gruppe C der 2. Schülerliga zu kommen, gefährdet ist. Und dabei lief es am Sonntag im Spiel gegen die Rhein Main Patriots eigentlich zunächst sehr gut.

Nach zuletzt drei aufeinanderfolgenden Niederlagen reisten die Schüler 2 der RAMS mit einem großen Kader ins Hessische um bei den Rhein Main Patriots Boden gut zu machen. Das Hinspiel in Niederheid vor ein paar Wochen ging denkbar knapp mit einem Zähler Unterschied an die Widder, und dieses Ergebnis sollte – zumindest in der Tendenz – an diesem Spieltag wieder her.

Das Team von Coach Nico Stumpf begann die Partie offensiv und konzentriert. Wie schon im Hinspiel versuchte das gastgebende Team aus Assenheim mit schnellen Kontern hinter die Linien der oftmals zu weit aufrückenden Verteidiger des Gastes aus Düsseldorf zu kommen. Die Jung-Widder kämpften nocht mit dem rutschigen und federnden Bodenbelag der Assenheimer Inlinehalle als die Hausherren in der 3. Minute das 1:0 makierten.

Danach ging das Spiel dann gleich wieder an die Gäste aus Düsseldorf, die sich redlich um den Ausgleich bemühten. An diesem Tag stimmte der Einsatzwille der Widder zur Begeisterung der mitgereisten Zuschauer. Die Zuordnung innerhalb der Blöcke war allerdings nicht in allen Blöcken der RAMS zu erkennen. Zudem wurde die in allen Ballsportarten bekannte Regel „Gegner und Ball laufen lassen“ – wie in den letzten Wochen – vernachlässig. So endeten Angriffe oftmals wenig zielführend mit einem Verlegenheitsschuss des balltragenden Spieler, Fehlpässen oder dem einfachen Ballgewinn durch die Patriots. In der 14. Minute des ersten Drittels wurden die RAMSer dann für ihre Beharrlichkeit belohnt und konnten durch Kimi Schlecht zum 1:1 ausgleichen. Ein Ergebnis mit dem es dann auch in die Pause ging.

Das zweite Drittel war aus RAMS Sicht besser und man fragte sich wer eigentlich das Heimteam ist und wer der Gast. Zweikämpfe wurden aktiv angenommen und Bälle behauptet. Der Druck auf das Tor der Patriots erhöhte sich merklich und das Team aus Düsseldorf generierte gute Tor Chancen. Aus Zuschauer Sicht, und der Düsseldorfer Fan-Block war an diesem Tag gut besucht und laut, war das zweite Drittel alleine die Reise wert. Allein die Torausbeute im zweiten Drittel gab Anlaß zur Sorge. Ohne Tore ging das zweite Drittel zu Ende und so ging es wieder mit 1:1 in die Pause.

Das letzte Drittel startete wie das zweite Drittel aufhörte, mit Hockey aus Düsseldorf. Allerdings setzte jetzt auch wieder das RAMSer Hurra-Hockey des ersten Drittels ein, was dazu führte, daß die Patriots öfter durchbrechen konnten und gefährlich vor dem Tor der Düsseldorfer auftauchten. Zum Glück wußte Swantje Dunkel, die das Tor von Maya Radocai im letzten Abschnitt übernommen hatte, die Angriffe für ihre geschlagenen Vorderleute zu entschärfen, so daß es in dieser Phase zu keinen weiteren Treffern der Gastgeber kam.

„Penalty schießen hatten wir diese Saison noch nicht“ mögen sich die Zuschauer zu diesem Zeitpunkt gedacht haben, da sich auch im dritten Drittel kein Team als das überlegene behaupten konnte. Kaum hatte sich dieser Gedanke aber gesetzt, schlug der „fünfte“ Feld-Spieler im Team der Rhein Main Patriots (der Hallenboden) in der 8. Minute zu. Ein an sich harmloser Schuß der Gastgeber auf das Tor der Gäste wurde durch den schwingenden Bodenbelag der Asseneimer Inlinehalle so aufgeschaukelt, daß er in das Düsseldorfer Tor hoppelte. Das nennt man dann wohl Heimvorteil.

Coach Nico Stumpf setzte jetzt alles auf eine Karte und ließ sein Team noch offensiver agieren. In den letzten zwei Minuten agierten drei Stürmer und ein Verteidiger. Die Torfrau rauszunehmen bot sich nicht an, da die Assenheimer das Kontern zu gut beherrschten. Nach 8 Minuten Powerhockey auf das Tor der Gastgeber war es dann aber doch klar, daß die Düsseldorfer ohne Punkte nach Hause fahren mußten. Assenheimer Offizielle sprachen mir gegenüber von einem spannenden Spiel. Auch wenn ich dem zustimmen kann würde ich es aus Sicht der Gastgeber eher als Glücklich bezeichnen, denn die besser Mannschaft hatte an diesem Tag verloren.

Fazit: Wenn das Team der RAMS Schüler 2 in den letzten beiden Spielen gegen die Hilden Flames II (am 2.Juli in Hilden, 14 Uhr) und den SV Uedesheim (am 3. Juli in Uedesheim, 13.30 Uhr) die Leistung abrufen kann, die sie gegen die IVA Rhein Main Patriots gezeigt hat, und dabei Fehler im Stellungsspiel und Paßverhalten, sowie Pech im Abschluß elimiert, spreche ich wieder eine Gewinnwarnung aus. Dann aber gegen die gastgebenden Mannschaften aus Hilden und Uedesheim.

Ein Bericht von Frank Nimphius