Die Schüler 2 der Düsseldorf RAMS konnten sich am Samstag nicht für das
über weite Strecken überlegen geführte Spiel gegen die Erstvertretung
der Pulheim Vipers belohnen und mußten den Gast mit 3:4 und drei
Liga-Punkten ziehen lassen.

Die Jungwidder präsentierten sich von der ersten Minute des Spiels an
hell wach und motiviert. Die RAMS Coaches Nico Stumpf und Niklas Baur
hatten das Team gut auf den Tabellen-Zweiten aus Pulheim eingestellt und
so konnte das Spiel dann auch auf eine anfängliche Schnupperphase der
Teams verzichten. Die Gäste waren sichtbar aber auch nicht nach
Niederheid gekommen waren um drei Punkte abzugeben, sondern um sie mit
nach Pulheim zu nehmen.

Die ersten Minuten gehörten klar den Schüler 2 der RAMS, die mit Simon
Benthake und dem heute sehr überzeugenden Kimi Schlecht permanent gegen
das Tor der Pulheimer anrannten. Auch die zweiten Sturm-Reihen mit
Team-Kapitän Niklas Nimphius, Lucy Hilpert, Linus Becker und Linus
Dischinger hielten den Druck aufrecht. Man kann es als Pech bezeichnen,
daß aus diesem anfänglichen Sturmlauf keine Tore entstanden. Das Spiel
der Gäste konzentrierte sich in den ersten Minuten darauf die
Verteidigung aufrecht zu halten und die Düsseldofer kommen zu lassen.
Mit schnellen Kontern wurden entstehende Lücken dann zu eigenen
Angriffen genutzt. In der 5. Minute des ersten Abschnitt war es eine
Unachtsamkeiten in der Deckung der RAMS die von den Gästen zur 1:0
Führung genutzt werden konnte. Goalie Maja Radocai konnte zunächst
parieren, verlor dann aber den Ball für kurze Zeit aus den Augen und
schob ihn sich im folgenden mit den Schonern langsam aber sicher hinter
die Torlinie. Ein reaktionsschneller Hechtsprung von Miko Kühn, der
zusammen mit Moritz Epping die starke Abwehr im ersten Block bildete,
konnte die Situation dabei auch nicht mehr retten.

Das Heimteam ließ sich von dieser kleinen Pannen erst mal nicht
irritieren und setzte den Sturmlauf auf das Tor der Vipers fort. Die
Gäste agierten in der Verteidigung stark und entschlossen, und oftmal
auch (fair) rustikal, so daß es im ersten Drittel zu keinen zwingenden
Aktionen vor dem Tor des Goalies aus Pulheim kam.

Nach 5 Minuten im zweiten Drittel war es dann Semi Bulat, der zum
verdienten 1:1 für die Widder ausgleichen konnte. Das Spiel selbst
verlief unverändert und das leichte Übergewicht der RAMS zeigte sich
nunmehr deutlicher. Wie das aber so ist im Umgang mit Schlangen, wenn
man sie reizt und dabei unachtsam ist, beißen sie zu. Das geschah dann
in der 9. Minute als die Pulheimer eine Unachtsamkeit in der RAMS
Verteidigung nutzten und frei vor Maja Radocai zum Schuß kamen. Im
Angriff hatten die Schüler 2 der RAMS zu diesem Zeitpunkt alles versucht
was der Werkzeugkoffer für Panzerknacker zu bieten hatte um den
Pulheimer Abwehrriegel zu durchbrechen: Weitschüsse, Alleingänge,
Paßspiel, wildes Anrennen. Nichts gelang so richtig an diesem Tag.

In der 13. Minute nutzten die Vipers einen individuellen Patzer im
Stellungsspiel der RAMS und gingen mit 3:1 in Führung. Ärgerlich an
diesem Treffer war, daß er zu einer Zeit fiel als das Heimteam einen
Spieler mehr auf dem Feld hatte. Kurz zuvor wurde nämlich einem
Pulheimer Abwehrspieler wegen Stockschlagens ein Platz auf der Strafbank
von den Unparteiischen angeboten, was aber auch die einzige
Hinausstellung des Tages blieb.

Mit 1:3 aus der Sicht der Hausherren ging es dann in die letzte Pause.
Die Coaches nutzten die Unterbrechung um das Team noch mal aufzubauen,
und so erhöhten die Widder ihren Druck auf das gegnerische Tor. Leider
fehlte es jetzt an Abstimmung bei den RAMS, die in dieser Phase oftmals
(zu) eigensinnig agierten. Im Tor kam im letzten Abschnitt
absprachegemäß Swantje Dunkel zum Einsatz, die ihre Sache an diesem Tag
gut machte. In der 4. Minute war Swantje dann aber auch machtlos, als
die Gäste eine Lücke in der vernachlässigten Deckungsarbeit der Widder
zum 1:4 nutzen.

Wer jetzt glaubte der Drops sei gelutsch, der wurde positiv überrascht.
Bei den Gästen aus Pulheim schienen die Kräfte, sehr zum Unmut ihres
Trainers, zu schwinden während das Heimteam Moral und Stärke zeigte.
Simon Benthake konnte in der 7. Minute den 2:4 Anschlußtreffer makieren
als ihm ein Abpraller vom Goalie der Vipers gegen die Skates knallte und
von dort in das Tor rollte. In der 12. Minute erhöhte Kimi Schlecht dann
auf 3:4, so daß plötzlich alles wieder offen schien. Leider reichten die
verbleibenden 3 Minuten dann nicht mehr aus um den verdienten Ausgleich
herstellen zu können.

Insgesamt kann man dem Team der Schüler 2 ein gutes und unterhaltsames
Spiel attestieren, das auf Augenhöhe zu der Erstvertretung aus Pulheim
geführt wurde. Für die RAMS gilt es jetzt schnell wieder aufzustehen,
die Krone zu richten und beim nächsten Heim-Spiel gegen die
Zweitvertretung der Hilden Flames (am 18.06.2016 um 10:00 Uhr) mit der
gleichen Leistung und mehr Glück im Abschluß zu punkten.

Bilder zum Spiel: https://goo.gl/photos/YQhn2tQU4EQxKgtQ6

Ein Beitrag von Frank Nimphius