RAMS-Damen bleiben auch in Assenheim punktlos
Am vergangenen Sonntag reisten die RAMS-Damen zu ihrem ersten Auswärtsspiel nach Assenheim zu den Rhein-Main-Patriots. Die Vorzeichen standen vor dem Spiel weniger gut, konnten bedingt durch Krankheit und private Gründe die Stammverteidigerinnen Jule Klement und Susi Schwedt nicht am Spiel teilnehmen. Auch Nina Hellmann und Laura Hayen mussten an diesem Wochenende leider krank das Bett hüten und konnten den Kader nicht verstärken. Neuanfängerin Jasmin Luciani war ebenfalls privat verhindert.
So standen Interimstrainerin Janine Wilbert nur sieben Feldspielerinnen zur Verfügung. Erfreulich war, dass erneut auf zwei Torhüterinnen zurückgegriffen werden konnte. Melina Kokoras und Leonie Kruse teilten sich die Spielzeit zwischen den Pfosten.
Im Sturm liefen die Duos Cirsten Groth und Amelie Rose, sowie Janine Wilbert und Leonie Sacher auf. In der Verteidigung wechselten sich Julia Baumgartner, Selina Daheim und Lina Meder ab.
Trotz verändertem Warm-Up (erstmals ergänzt durch eine lockere Joggingrunde vor dem Spiel) fanden sie RAMS-Damen nicht gut in das Spiel. Ob es an dem stark springenden Ball und der ungewohnt großen Spielfläche oder dem hohen Tempo, das die Rhein-Main-Patriots von Beginn an hinlegten, lag, ist schwer zu sagen. Fakt ist jedoch, dass die Ramserinnen bereits nach 7:16 gespielten Minuten mit 2:0 zurücklagen und so schon wie in den beiden Spielen zuvor einem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten. Die Gastgeberinnen lehnten sich in der Folge etwas zu weit zurück und Düsseldorf kam besser ins Spiel. Die Folge war zunächst der Anschlusstreffer in der 11. Spielminute durch Julia Baumgartner, die einen Abpraller von Cirsten Groth verwerten konnte. Und nur zwei Minuten später war Leonie Sacher erfolgreich, die ebenfalls aus dem Gedränge heraus einen abgeprallten Schuss von Julia Baumgartner zur 2:2 Ausgleich einschoss.
Die dann folgende Auszeit des Assenheimer Coaches schien zum Leidwesen der Gäste Früchte zu tragen: Die Gastgeberinnen zündeten noch einmal den Turbo und zogen in der 14., 16. und 19. Spielminute auf 5:2 davon.
In dieser Phase waren die Ramserinnen erneut viel zu unkonzentriert und hatten ihre Gegenspielerinnen, insbesondere die #9 und #13, die alle Assenheimer Tore für sich verbuchten, nicht im Griff und standen zu weit weg oder versuchten den springenden Ball zu stoppen, wenn es hilfreicher gewesen wäre, die Gegenspielerin zu blocken.
Das zweite Drittel begannen die RAMS-Damen mit Leonie Kruse im Tor. Den besseren Start erwischten sie dann auch, als Leonie Sacher in der 24. Spielminute zunächst zwar nur die vor dem Tor blockende Sturmpartnerin Janine Wilbert traf, den Abpraller dann aber zum 5:3 Anschlusstreffer verwertete. Doch die Gastgeberinnen wussten erneut zu kontern und in der 28. Spielminute stellten sie den alten Abstand wieder her. Gut 11 Minuten später war es Julia Baumgartner, die nach Pass von Janine Wilbert auf und davon war und der Torfrau der Rhein-Main-Patriots keine Chance ließ. Ihr Schuss landete perfekt platziert im Winkel. 6:4, nun hieß es Kräfte mobilisieren und weiter Druck ausüben. Leider wurden die Ramserinnen durch dieses Vorhaben zu offen und die Gastgeberinnen nutzen die große Spielfläche weiter aus. 10 Sekunden vor Ende des zweiten Spielabschnitts zogen sie so erneut mit einem drei-Tore-Abstand davon, das Drittel endete mit einem Zwischenstand von 7:4.
Im letzten Drittel gaben die Ramserinnen noch einmal alles, was ihr dezimierter Kader hergab und sie durften auch noch einmal jubeln: Cirsten Groth traf in der 47. Spielminute nach Zuspiel von Leonie Sacher zum 7:5. Leider sorgten zwei eher fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter dafür, dass die RAMS- Damen noch zweimal in Unterzahl agieren mussten. Diese überstanden sie zwar schadlos, die erhoffte und dringend benötigte Schlussoffensive blieb jedoch aus. Assenheim konnte das Ergebnis dann 97 Sekunden vor dem Schlusspfiff noch auf 8:5 in die Höhe schrauben und ein insgesamt torreiches Spiel endete mit dem erneut schlechteren Ausgang für die Damen der Düsseldorf RAMS.
Fazit: Aufgrund eines erneut unkonzentrierten ersten Drittels müssen die Ramserinnen weiter auf ihre ersten Punkte warten. Mit einer improvisierten Verteidigung, ohne zwei Stamm- und 3 entlastenden Ergänzungskräften, hatten die Düsseldorferinnen große Mühe, über 60 Minuten ihre Leistung abzurufen.
Nun haben sie ein Wochenende Pause, ehe es am 06. Mai zu den Spreewölfinnen nach Berlin geht. Dann hoffentlich wieder mit einem vollständigen Kader.